2. Sitzung des Expertenbeirats

Das Projektteam für die Hauptphase der Erhebung formiert sich (Quelle: IWU, pixabay)

Vor einem guten Jahr, kurz vor der letzten Sitzung des Expertenbeirats von ENOB:dataNWG, titelte die Immobilien-Zeitung: "Die Vermessung der Welt beginnt 2017!". Gemeint war, dass die Erhebung des Bestands der Nichtwohngebäude in Deutschland beginnt, eine Terra incognita in der amtlichen Statistik in Deutschland. Auf der zweiten Sitzung des Expertenbeirats am 20. September 2017 in Darmstadt konnten wir in diesem Sinne vermelden: "Die Vermessung der Welt hat begonnen!"

Denn die Erfahrungen, insbesondere die Teilnahmebereitschaft der Eigentümer von Nichtwohngebäuden, sowie alle Kennzahlen aus der zu Ende gehenden Pilotphase sprechen für ein Gelingen des ambitionierten Projekts. Das Stichprobendesign hat sich bewährt, die Relevanzfeststellung der Objekte im Screening befindet sich bereits in der Hauptphase, die Nichtwohngebäude-Studie 2017 mit Interviews von Gebäudeeigentümern geht ab November in die Hauptphase und erste Kontakte für Gebäudebegehungen im Rahmen der Pilotphase der Tiefenerhebung sind geknüpft.

Erstmals werden der Stand und die Dynamik der strukturellen Eigenschaften, der energetischen Qualität und der Entscheidungsprozesse bei Modernisierung des deutschen Nichtwohngebäudesektors in einer auf Repräsentativität ausgelegten Primärdatenerhebung erfasst.

Für alle Nichtwohngebäude, ob öffentlich oder privat, werden nun Eigentümer gesucht, die Fragen zu Themen wie Baualter, Größe, Funktion, Wärmedämmung oder Heiztechnik ihrer Gebäude beantworten. Bis zu 10.000 Interviews sollen durchgeführt werden. Wenn Sie von Interviewern des Marktforschungsinstituts IFAK bzgl. der Nichtwohngebäude-Studie 2017 angesprochen werden: Machen Sie bitte mit!


Tiefenerhebung startet in Pilotphase

Einsatzplanung mit GIS-Unterstützung in der Tiefenerhebung (Quelle: IWU)

Die erste Schulung von Energieberatern für die Tiefenerhebung, der dritten Erhebungsstufe, im Projekt ENOB:dataNWG fand am 3. August 2017 im Ökozentrum NRW in Hamm-Heessen statt. In Kooperation mit dem GIH Bundesverband waren erfahrene Energieberater für die Erprobungsphase eingeladen. Der Ablauf einer Gebäudeanalyse und das dafür erstellte Werkzeug VSA 2.0 wurden vorgestellt.

Ab Mitte August sind die ersten Vor-Ort-Besuche vorgesehen. In einer straffen Begehung der Gebäude werden der Energieverbrauch und wichtige Eckdaten für eine vereinfachte Energiebilanz ermittelt. Dazu ist die Bereitschaft möglichst vieler Eigentümer notwendig, erste Rückmeldungen aus den Interviews der Breitenerhebung sind recht ermutigend.


Screening startet in Hauptphase

Am 01. August fand in Wuppertal die Schulung für das Screening in Nordrhein-Westfalen statt. Direkt im Anschluss wurden die Erhebungsgebiete für die 15 NRW-Screener freigeschaltet, so dass mit der Erfassung der Nichtwohngebäude mit Hilfe der Erhebungs-App begonnen werden konnte. Nachdem in der Pilotphase bereits 15 Gebiete in NRW erfasst wurden, findet in den nächsten Monaten nun das Screening in den verbleibenden 81 nordrhein-westfälischen Erhebungsgebieten statt.

Anfang September startet dann auch in den ostdeutschen Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Screening-Hauptphase. Hierfür werden Schulungen in Berlin und Sachsen durchgeführt. Weitere Schulungen in den anderen Bundesländern folgen wenig später. Bis Mitte Oktober soll in allen Bundesländern die Hauptphase des Screenings begonnen haben.


Zwischenbilanz Pilotphase

Teilnehmer am Arbeitstreffen "Zwischenbilanz Pilotphase" am 22.06.2017 beim IÖR in Dresden (Quelle: IÖR)

Zu einer Zwischenbilanz der Pilotphase von ENOB:dataNWG trafen sich alle Projektbeteiligten am 22.06.17 in Dresden beim Verbundpartner IÖR. In der Pilotphase stehen alle Verfahrensschritte auf dem Prüfstand, der Datenfluss an allen Schnittstellen wird getestet. Eine Teilmenge der Gesamtstichprobe von 4.000 Hausumringen steht dazu zur Verfügung.

Die Zwischenbilanz fällt erfreulich positiv aus, auch wenn noch Schwachstellen und Optimierungspotenziale  erkannt wurden.

Das Stichprobendesign kann die Erwartungen erfüllen, ausreichend viele Nichtwohngebäude konnten identifiziert werden. Besonders wichtig ist die Feststellung, dass genügend EnEV-relevante Nichtwohngebäude aus dem Screening in die Breitenerhebung übergeben werden konnten. Dennoch werden die Experten des IÖR und des IWU einzelnen Fragestellungen in den Hausumringdaten und dem Stichprobendesign noch einmal nachgehen müssen, insbesondere da die Qualität der Geodaten in den Bundesländern sehr unterschiedlich sein kann.

Das Screening ist abgeschlossen. Erste Strukturen des deutschen Nichtwohngebäudebestands werden sichtbar, Verteilung der Gebäudefunktionen, eine große Heterogenität, Unterschiede in den Bundesländern und zwischen städtischen und ländlichen Regionen. Die Erhebungs-App wird derzeit optimiert und die Routinen in der Qualitätssicherung bei BUW effizienter gemacht. Die Vorbereitungen für die Hauptphase laufen.

Die ersten Rückmeldungen aus der Breitenerhebung sind ebenfalls sehr ermutigend. Die große Frage war ja, ob sich genügend Eigentümer finden würden, um in einem ca. 30-minütigen Interview sehr profund Auskunft über die Eigenschaften und die energetische Qualität ihrer Gebäude Auskunft zu geben. Es zeichnet sich eine erfreulich hohe Teilnahmebereitschaft ab, wie die Kollegen von IFAK aus den Erfahrungen der ersten Wochen und bei aller noch gebotenen Vorsicht berichten können.

Auch liegen bereits einige Interessensbekundungen zur Teilnahme an der Tiefenerhebung vor. Die Vorbereitungen dafür sind noch in vollem Gange.

Im August wird die Pilotphase gemäß Terminplan enden und ein wichtiger Meilenstein im Projekt steht an. Dann werden die Erfahrungen insgesamt bewertet und entschieden, ob die Hauptphase der Breitenerhebung eingeleitet werden kann.


Pilotphase der Befragung beginnt

Interviews werden per Telefon oder Online-Fragebogen geführt (Quelle: fotolia)

Die Pilotphase der Nichtwohngebäude-Studie 2017 beginnt nun in 22 Erhebungsbezirken in Nordrhein-Westfalen und Thüringen. In zunächst bis zu 500 öffentlichen oder privaten Nichtwohngebäuden sollen sich jetzt Eigentümer finden, die etwa 30 Minuten lang Fragen z.B. zu den Themen wie Baualter, Größe, Funktion, Wärmedämmung oder Heiztechnik beantworten.

Die Pilotphase des Screenings ist abgeschlossen, in den 22 Pilotbezirken wurden die Hausumringe in der Stichprobe auf Relevanz für die Studie geprüft, die Gebäude definiert und einige von außen sichtbare Gebäudemerkmale erhoben. Nun werden die weiteren Abläufe im Projekt dataNWG getestet.

Mit der Befragung wurde eines der führenden Marktforschungsinstitute Deutschlands, das IFAK Institut für Markt- und Sozialforschung, beauftragt. Die Inhalte des Fragebogens wurden vom IWU erarbeitet. Insgesamt sollen in der späteren Hauptphase bundesweit bis zu 10.000 Interviews per Telefon oder Online-Fragebogen zusammen kommen. Dazu muss die Branche mitspielen. "Wir hoffen, genügend Ansprechpartner zu finden, und bitten um Mitarbeit", appelliert Projektleiter Michael Hörner (IWU), und wirbt mit dem Nutzen für die Allgemeinheit: Da das Vorhaben ausschließlich durch öffentliche Mittel finanziert wird, seien die Ergebnisse später für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik verfügbar.


Erste Ergebnisse der Screening-Pilotphase liegen vor

Bis zu 100.000 Gebäude-Steckbriefe sollen nach dem Screening vorliegen (Quelle: IWU)

Die Gebäudeerhebungen der Pilotphase des Screenings sind abgeschlossen. Derzeit werden die Daten gesichtet und die Qualität geprüft. In der Hauptphase sollen bis zu 100.000 Gebäudesteckbriefe entstehen, wie in der Abbildung dargestellt.

Im Screening werden die Orte der in der Stichprobe gezogenen Hausumringe aufgesucht. Es erfüllt mehrere Aufgaben. Da ist zum einen die Relevanzfeststellung: Gehört der in der Stichprobe gezogene Hausumring tatsächlich zu einem Nichtwohngebäude? Zum anderen sind die Adressdaten zu vervollständigen und Hinweise auf den Eigentümer zu erheben. Vor Ort können einige wichtige Gebäudebasismerkmale erhoben und Fotos gemacht werden. Dies geschieht auschließlich vom öffentlichen Raum aus. Und schließlich wird festgestellt, wie Hausumringe und tatsächliche Gebäude miteinander in Verbindung stehen. Letzteres ist für spätere Auswertungen und Hochrechnungen von besonderer Bedeutung.


Webinar Energieeffizienzanalyse von Nichtwohngebäuden

"Studio" beim Webinar im IWU (Quelle: IWU)

Zusammen mit dem GIH Bundesverband e.V. hat das IWU am 25.04.2017 ein Webinar veranstaltet. Thema war die Energieeffizienzanalyse von Nichtwohngebäuden mit dem Tool VSA 2.0. Dieses basiert auf dem TEK-Tool des IWU und ist speziell für die Erfassung einer Vielzahl von Gebäuden entwickelt worden, einer Aufgabe, die in der Tiefenerhebung des Projekts ENOB:dataNWG in Kürze ansteht.


6. Projekttreffen - Vorstellung der Erhebungswerkzeuge

Vor-Ort-Datenaufnahme mit der Screening-App (Quelle: BUW)

Auf dem 6. Projekttreffen an der Bergischen Universität Wuppertal am 15. März 2017 wurden alle Erhebungswerkzeuge als Prototypen vorgeführt. Während die Screening-App bereits in der Pilotphase getestet wird, sind der Fragebogen für die Breitenerhebung und das Erfassungstool VSA 2.0 für die Tiefenerhebung noch im Pretest. Sowohl das Live-Interview als auch die Begehung des benachbarten Universitätsgebäudes verliefen erfolgreich. Weitere Pretests zum Datenfluss während der dreiphasigen Erhebung des Bestandes an Nichtwohngebäuden in Deutschland wurden terminiert.


Screening-Pilotphase gestartet

Screenshots der Smartphone-Applikation für das Screening (Quelle: BUW)

Am 1. März 2017 startete die Pilotphase des Screenings mit der ersten Schulung in Wuppertal an der Bergischen Universität. In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Thüringen werden die ersten 4.400 Objekte aus der gezogenen Stichprobe der Hausumringe erfasst.

Das Screening hat drei entscheidend wichtige Aufgaben in der Erhebung: Zum einen werden auf Grundlage von Hausumringen die Gebäude definiert, zum zweiten ihre Relevanz für die Erhebung, also die Eigenschaft ein Nichtwohngebäude zu sein, festgestellt und zum dritten werden Hinweise erhoben, mit denen der Eigentümer für die weitere Befragung kontaktiert werden kann.

Für das Auffinden der Erhebungsobjekte und die Eingabe der Erhebungsdaten wurde eine Smartphone-Applikation erstellt, die über einen Server mit der (Geo-) Datenbank und mit einer objektbezogenen Kontroll- und Anzeigeoberfläche (Web-Applikation) für Clients (Webbrowser) verbunden ist. Vor Ort werden grundlegende, aus dem öffentlichen Raum feststellbare Informationen erfasst: Art des Gebäudes, Nutzer, Baualter, Dachform, Zahl der Geschosse, Fassadengestaltung sowie Modernisierungstand. Hierbei werden auch Fotos von jedem Gebäude gemacht, es gibt aber keinen direkten Kontakt mit Besitzern oder Nutzern.

Die Beta-Version der App, die von Frox.IT in Dortmund programmiert wurde, wird nun in der Pilotphase im Feld erprobt.


Zweite Stufe der Stichprobenziehung für die Pilotphase

Quelle: IÖR

Nach der Stichprobenziehung der Erhebungsbezirke in den beiden Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Thüringen wurden in diesen Erhebungsbezirken mittlerweile auch die Stichproben der (aufbereiteten) Hausumringe gezogen. Dabei wurde darauf geachtet, dass ausreichend viele Hausumringe in die Stichprobe gelangen, die mutmaßlich zu Nichtwohngebäuden gehören. Die gezielte Übererfassung solcher Hausumringe gelang dadurch, dass für jeden Hausumring zuvor eine spezifische Wahrscheinlichkeit für Untersuchungsrelevanz (zugehörig zu einem EnEV-relevanten Nichtwohngebäude) zugewiesen wurde.  


5. Projekttreffen - Stichprobenziehung

Quelle: IÖR

Die Methodik der Stichprobenziehung wurde auf dem 5. Projekttreffen am 1. Dezember 2016 im Hause IÖR in Dresden diskutiert. Die Ziehung der Erhebungsbezirke wird umgestellt auf eine proportionale Schichtung nach Raumordnungsregionen innerhalb der Bundesländer. Der statistische Fehler wird dadurch geringer, was die Aussagefähigkeit der Screeningdaten verbessert.

Die Erhebungsbezirke als erste Stufe der Stichprobenziehung wurden gezogen. Damit stehen die im Screening aufzusuchenden Bezirke für die Pilot-Bundesländer Nordrhein-Westfalen (NRW) und Thüringen fest. Das Ergebnis für NRW ist in neben stehender Grafik dargestellt. Derzeit werden die Stichproben auf der zweiten Stufe, also innerhalb dieser Erhebungsbezirke, gezogen.

Die Vorbereitungen für das Screening laufen, im Januar 2017 werden die Schulungen für die Pilot-Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Thüringen beginnen. Die Pretests aller Schnittstellen werden derzeit geplant und zeitnah durchgeführt. Der Fragebogen für die Breitenerhebung wurde anhand der Rückmeldungen aus dem Expertenbeirat überarbeitet und wird derzeit als Online-Fragebogen programmiert.


Zuschnitt der Erhebungsbezirke für die Pilotphase

Quelle: IÖR

Das Projektdesign sieht eine zweistufige Stichprobenziehung vor, bei der auf der ersten Stufe Erhebungsbezirke und auf der zweiten Stufe Hausumringe innerhalb zuvor ausgewählter Erhebungsbezirke gezogen werden. Die Erhebungsbezirke werden in einem rechenaufwändigen Verfahren unter Beachtung diverser stichprobenmethodischer Vorgaben durch den Verbundpartner IÖR gebildet. Für die anstehende Pilotphase, in der die gesamte Datenerhebung in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Thüringen einem Testlauf unterzogen wird, ist die Bildung der Erhebungsbezirke inzwischen angeschlossen. Für Nordrhein-Westfalen bildete das IÖR insgesamt 1.484 und für Thüringen 543 Erhebungsbezirke. In die Stichprobe gelangen 96 Erhebungsbezirke aus Nordrhein-Westfalen und 21 aus Thüringen, wovon insgesamt 20 Stichproben-Erhebungsbezirke in die Pilotphase eingebunden werden.


Die Vermessung der Welt beginnt 2017

Quelle: IÖR

So titelt die Immobilien Zeitung in ihrem Artikel vom 15.09.2016 über das Projekt Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude. Ein wenig vermessen? Wenn man bedenkt, dass es ja „nur“ um den Bestand an Nichtwohngebäuden in Deutschland geht, ja! Angesichts der Komplexität des  Projekts ist es andererseits eine Herkulesaufgabe, erstmals aussagekräftige Daten zur Struktur, zur energetischen Qualität und über die Eigentümer der Nichtwohngebäude in Deutschland erheben zu wollen.

Literarisch betrachtet gibt es allerdings gewisse Parallelen zur Geschichte im 2005 erschienen Roman Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann. Zwei so unterschiedliche Charaktere wie Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß erforschen, jeder auf seine Weise erfolgreich, die Welt. Der eine haptisch-visuell, der andere theoretisch-intellektuell. Nur zusammen betrachtet ergibt sich eine neue Sicht der Welt.

ENOB:dataNWG ist ebenfalls nur durch die Kombination zweier sehr verschiedener Sichtweisen auf die Welt denkbar geworden. Da ist einerseits die klassische Methodik der repräsentativen Stichprobenerhebung, die bisher im Nichtwohngebäudebestand nicht zur Anwendung kam, da die Grundgesamtheit unbekannt ist. Andererseits haben sich in den letzten Jahren die Methoden der Geoinformatik so weiter entwickelt, dass Geobasisdaten zum Gebäudebestand flächendeckend für Deutschland als Auswahlgrundlage für die Stichprobenziehung zur Verfügung stehen. Zusammen wird daraus ein erfolgversprechender methodischer Ansatz für die Vermessung zumindest des Bestands an Nichtwohngebäuden in Deutschland.


1. Sitzung des Expertenbeirats

Der Expertenbeirat zum Projekt ENOB:dataNWG kam am 20. September 2016 zu seiner 1. Sitzung im IWU-Haus in Darmstadt zusammen. Das Forschungskonsortium stellte das Vorhaben detailliert dar. Ziel des Projekts ist die erstmalige Erforschung der Struktur, der energetischen Qualität und der Eigentümerstrukturen im Bestand der Nichtwohngebäude in Deutschland. Zu den verschiedenen Aspekten des Projekts vom Stichprobendesign über die Geodatenanalyse bis zu den Details der 3-stufigen Datenerhebung wurde der aktuelle Arbeitsstand erläutert.

20 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft waren geladen, um sich über das Projekt zu informieren, kritisch zu hinterfragen und wichtige Aspekte aus ihrer Perspektive beizusteuern. Es entspann sich eine lebhafte und konstruktive Diskussion. Breiter Konsens herrschte darüber, dass dieses Projekt notwendig aber auch eine große Herausforderung sei. In den Präsentationen der Forschungspartner wurde denn auch klar, dass an vielen Stellen Neuland zu betreten ist. Der Verbundkoordinator Michael Hörner (IWU) hob hervor, dass in diesem Projekt zum ersten Mal die klassischen Methoden der Stichprobenerhebung mit den neuen Möglichkeiten der Geoinformatik kombiniert wurden. Letzteres erlaubte es überhaupt erst, eine Auswahlgrundlage so zu schaffen, dass eine repräsentative Erhebung in der unbekannten Grundgesamtheit der Nichtwohngebäude in Deutschland möglich wurde.

Downloads der Präsentationen


4. Projekttreffen

Das 4. Projekttreffen im IWU-Haus in Darmstadt stand unter dem Titel Begehungsunterlagen. Diese dienen der Vorbereitung der Screeningphase.

Erhebungspraktisch ist es notwendig, in 500 Erhebungsbezirken zu arbeiten. Der Wachstums-Algorithmus, der ganz Deutschland überlappungsfrei in praktikable Bezirke schneidet wurde vorgestellt. Tests mit virtuellen Daten waren sehr erfolgreich. Als Unterstützung für das Erhebungspersonal in der Screeningphase wird der Weg von Objekt zu Objekt in den Erhebungsbezirken optimiert.

Nachdem die Geodatenanalyse weitgehend abgeschlossen ist, wurden die Algorithmen zur Modellierung der Stichprobe vorgestellt. Dazu wird eine binär-logistische Regression auf die Realdaten aus den aufbereiteten Hausumringen durchgeführt. Hausumringen, bei denen unklar ist, ob sie zu einem Nichtwohngebäude gehören, werden Wahrscheinlichkeiten für die Untersuchungsrelevanz (EnEV-relevantes Nichtwohngebäude) zugespielt. So kann eine Stichprobe mit ausreichend vielen Nichtwohngebäuden gezogen werden.

Die App zur Durchführung des Screenings ist weitgehend fertig gestellt und wurde demonstriert. Im Screening werden wenige, aber bisher unbekannte Strukturdaten in einer Stichproben von 100.000 Objekten (aufbereitete Hausumringe) erhoben.

Intensiv diskutiert wurde die erste Fragensammlung für die Breitenerhebung. Diese muss vervollständigt, an einigen stellen gekürzt und in eine Sprache "übersetzt" werden, die Nicht-Fachleute gut verstehen können.


3. Projekttreffen

Das 3. Projekttreffen fand in den Räumen der Deutschen Energieagentur (dena) in Berlin statt.

Intensiv wurde über die Datenbankstruktur und den Datenfluss zwischen den Partnern diskutiert. Alle Erhebungsdaten müssen beim IWU zusammenlaufen, auch die aufbereiteten Geodaten und die qualitätsgrprüften Screeningdaten. Daten der Breitenerhebung werden von IFAK übermittelt. entspechende Tests wurden verabredet.

Die Definition des "einzelnen Nichtwohngebäudes" wurde verabschiedet. Für die Ergebnisse der Erhebungen ist diese Grundlage entscheidend wichtig, legt sie doch fest, was überhaupt gezählt wird.

Auch das Attribut Gebäudefunktion aus ALKIS wurde abschliessend behandelt (siehe Klassifikation). Für die folgende binär-logistische Regression wurden "Realdaten" identifiziert, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als relevante Nichtwohngebäude angesehen werden können, und solche, bei denen das nicht der Fall ist. Letzteren werden Wahrscheinlichkeiten für diese Eigenschaft zugespielt.

Erste Ausblicke auf mögliche Algorithmen, mit denen die Erhebungsbezirke überlappungsfrei zugeschnitten werden sollen, wurden gegeben.

Die Liste der Merkmale, die in Screening erheoben werden sollen wurde vorgestellt und diskutiert. Anpassungen werden noch erfolgen.


2. Projekttreffen

Das 2. Projekttreffen fand am 08. März 2106 an der Bergischen Universität Wuppertal. Der Aufbau der Datenbank der Hausumringe und die Implementierung der Geobasisdaten wurden intensiv diskutiert. Die wesentlichen Schritte der Datenaufbereitung wurden festgelegt. IÖR konnte die erfreuliche Mitteilung machen, dass nun erstmals die Daten aus Level of Detail 1 (LoD1) flächendeckend für ganz Deutschland zur Verfügung stehen und im Projekt genutzt werden könnten.

Das Vorgehen im Screening wurde präzisiert und die Möglichkeiten und Grenzen der Screening-App diskutiert. Die Ausschreibung für die Erstellung der App läuft.

Sehr wichtig waren die Diskussionen zur Definition des „einzelnen Nichtwohngebäudes“. Da es bisher keine handhabbare Definition dafür gibt, was im Projekt gezählt werden soll, muss diese Grundlage zunächst geschaffen werden.

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