Breitenerhebung

Interviews wurden per Telefon oder Online-Fragebogen geführt (© Monkey Business - Fotolia)

Die Erhebung der Nichtwohngebäude fand in 3 Phasen statt. In der ersten Phase, dem Screening, wurden die erhebungsrelevanten Nichtwohngebäude identifiziert. Die Nichtwohngebäude-Studie in Phase zwei ist als Breitenerhebung angelegt: In 6.011 erhebungsrelevanten Nichtwohngebäuden kamen Interviews mit Personen zustande, die Angaben zu dem jeweiligen Gebäude machen konnten. In einer dritten Phase, der Tiefenerhebung, wurden energetische Analysen durchgeführt, wenn der Eigentümer seine Bereitschaft dazu erklärte.

Mit der Breitenerhebung wurde eines der führenden Marktforschungsinstitute Deutschlands, das IFAK Institut für Markt- und Sozialforschung, beauftragt. Auf deren Homepage stehen Informationen für Personen, die an der Befragung teilnehmen, zu den Inhalten und der wünschenswerten Vorbereitung zur Verfügung.

Ziele der Breitenerhebung:

Zum ersten Mal wurde so der Bestand an Nichtwohngebäuden in Deutschland statistisch belastbar erfasst, mit Anzahl, Größe, Funktion, Baualter etc. sowie dem Zustand und der Dynamik der energetischen Beschaffenheit der Gebäudehüllen und der gebäudetechnischen Anlagen.

Ein weiteres, wichtiges Ziel der Breitenerhebung war die "Messung" der Modernisierungsraten zum einen des Wärmeschutzes der Gebäudehülle und zum anderen der gebäudetechnischen Anlagen zur Wärme- und Kälteversorgung und zur Beleuchtung.

U.a. folgende Merkmale des Gebäudes wurden erhoben:

(a)    Basismerkmale des Gebäudes

  • Nutzung und Funktion
  • Baualter
  • Flächen und Volumnia
  • Eigentümerstruktur
  • Nettokaltmiete und Bewirtschaftungsmerkmale

(b)    Fassade, Dach und Keller

  • Bauweise
  • energetische Beschaffenheit
  • Modernisierungsgeschehen der letzten Jahre

(c)    Gebäudetechnische Anlagen (Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung)

  • Art der Anlagen
  • energetische Effizienz
  • konditionierte Flächen (beheizt, belüftet, gekühlt)
  • Modernisierungsgeschehen der letzten Jahre

Zwei Herausforderungen stellten sich in der Breitenerhebung:

1. Kontaktqualifizierung

Zunächst waren Personen zu identifizieren und zu kontaktieren, die sowohl fachlich in der Lage als auch willens waren, sich an der Befragung zu beteiligen und die gewünschten Angaben zum Gebäude zu machen. Mit Blick auf die heterogenen Befragungsinhalte konnten das gegebenenfalls mehrere Personen sein, die unter Umständen zeitversetzt und über unterschiedliche Befragungskanäle zu befragen waren. Außerdem konnten die Personen sehr unterschiedliche berufliche Hintergründe haben, vom Pförtner ohne spezifische Berufsausbildung bis zum Geschäftsführer mit Hochschulabschluss.

2. Interview

Danach erst stand die eigentliche Datenerhebung an. Um ein Maximum an Flexibilität zu erreichen, wurden den Befragten unterschiedliche Befragungskanäle (telefonisch und/oder online) angeboten. So konnte eine Responsequote (definiert als Quotient aus der Zahl der realisierten Vollinterviews und der hierfür verwendeten Nichtwohngebäudeadressen) von ca. 14% erreicht werden. Qualitativ hochwertiger Befragungsdaten (Gütekriterien Validität, Objektivität und Reliabilität) wurden erhoben.

Darüber hinaus wurde für die Teilnahme an der ca. 3-stündigen Tiefenerhebung geworben und – wenn die Bereitschaft dazu erklärt wurde – ein Ansprechpartner dafür benannt werden. Diese energetische Grobanalyse wurde durch fachlich geschulte Interviewer vor Ort im Gebäude durchgeführt.

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Stand nach Abschluß der Erhebungen:

(16.09.2020)

Gescreente
Hausumringe:
99.923

Gescreente
Bebauungssituationen:
89.796

Breitenerhebungs-
relevante Gebäude:
42.358

auswertbare
Interviews:
  5.630

auswertbare
Tiefenerhebungen:
      464