Energetische Kurzanalyse

Für die Datenerhebung in bis zu 1.000 Nichtwohngebäuden in ganz Deutschland suchen wir qualifizierte Energieberater. Seien Sie dabei! (Quelle: AdobeStock)

In bis zu 1.000 Gebäuden wird eine energetische Kurzanalyse, im Folgenden Tiefenerhebung genannt, vor Ort durchgeführt, sofern Eigentümer ihr Einverständnis dazu geben. Sie dient dazu, den gemessenen Energieverbrauch von Brennstoff/Fernwärme und elektrischer Energie zu erheben, Parameter der tatsächlichen Nutzung festzustellen und Kennwerte der energetischen Beschaffenheit der Gebäudehülle und der Anlagentechnik zu ermitteln. Daraus ergibt sich, mit einer vereinfachten Berechnungsmethode modelliert, der Energiebedarf.

Für diese Datenerhebung in einer Begehung vor Ort, begleitet von einer ortskundigen Person, suchen wir ab sofort qualifiziertere Energieberater .

Ziele der Tiefenerhebung
  • Erfassung des Energieverbrauchs (Brennstoff/Fernwärme und elektrische Energie) von Nichtwohngebäuden aller Kategorien
  • Feststellung der momentanen Parameter der Nutzung, wie z.B. Raumtemperaturen, Nutzungszeiten, interne Wärmequellen
  • Erfassung von Merkmalen der energetischen Beschaffenheit von Gebäudehülle und gebäudetechnischen Anlagen
  • standardisierte und vereinfachte Berechnung des Energiebedarfs und Abgleich mit dem Verbrauch

 

 

Aufgaben in der Tiefenerhebung
Deckblatt des standardisierten Kurzberichts zur Gebäudeanalyse in der Tiefenerhebung (Quelle: IWU)

Die Erhebung von Verbrauchsdaten gestaltet sich im Detail manchmal schwierig. Die Zuordnung von Zähleinrichtungen zu Gebäuden ist nicht selten unklar und die notwendigen Bereinigungen erfordern zusätzliche Daten. Deshalb wollen wir diese Daten vor Ort erfassen lassen, im Gespräch von Energieexperte und Ansprechpartner im Gebäude.

Nutzungsparameter können bei einer einmaligen Begehung nur als Momentanwerte erfasst werden. So kann die Raumtemperatur zwar nur zum Zeitpunkt der Begehung gemessen werden, das allerdings in 3 bis 5 Nutzungszonen. Aber das ist schon ein wertvoller Hinweis auf Nutzungsgewohnheiten im konkreten Gebäude. Die Nutzungszeiten, die internen Wärmequellen, der Warmwasserbedarf, alle diese Nutzerparameter beeinflussen Berechnungen teilweise sehr stark. Mit diesen Realdaten aus bis zu 1.000 Gebäuden lassen sich Bedarfsberechnungen deutlich verbessern in Vergleich zu Berechnungen, die nur mit Standardparametern durchgeführt werden können.

Die energetische Beschaffenheit der Gebäudehülle und der Anlagentechnik in kurzer Zeit einzuschätzen, erfordert neben der Unterstützung der Auskunftsperson vor Ort viel Erfahrung auf seiten des Energieberaters. Deshalb suchen wir für Nichtwohngebäude aller Kategorien qualifizierteund erfahrene Fachleute.

Die Dauer einer Tiefenanalyse wurde auf durchschnittlich 3 Stunden angelegt. Es bedarf eines hohen Maßes an Erfahrung, um die energetischen Merkmale in dieser Zeit strukturiert erfassen zu können.Die Pilotphase hat gezeigt, dass das funktioniert.

Hilfreich ist dabei das straff standardisierte Erhebungstool VSA 2.0, das am IWU entwickelt wurde. Es leitet zu einer gut strukturierten Datenerhebung an, mit der vereinfachte Bedarfsberechnugen, z.B. mit dem TEK-Tool des IWU, durchgeführt werden können. Manche Nichtwohngebäude sind zwar sehr komplex, viele aber auch einfach strukturiert, so dass die Energieberater in der Pilotphase im Mittel mit dem Zeitbudget auskamen.

Die Befragung stellt auch hohe Anforderungen an die Motivation der Eigentümer, um die Qualität der Befragungsergebnisse sicherzustellen. Als kleines Dankeschön für die aufgewendete Zeit und Mühe wird das Ergebnis in einem Kurzbericht (siehe nebenstehende Abbildung) zu den wichtigsten energtischen Merkmalen mit einer Bewertung des Ist-Zustands zusammengefasst und dem Eigentümer übergeben.

Hauptphase der Erhebung beginnt

In der Pilotphase wurden alle Abläufe getestet, von der Teilnahmebereitschaft der Eigentümer, über die Disposition der Energieberater bis zur Abwicklung der Erhebung und den gesicherten Datentransfer. Alles funktioniert sehr gut. Auch die Energieberater sind in der Pilotphase auf ihre Kosten gekommen.

Für die vorgelagerten Stufen der Erhebung der Nichtwohngebäude, das Screening und die Breitenerhebung, hat sie schon begonnen, nun beginnt auch die Hauptphase der Tiefenerhebung. In ganz Deutschland sollen 50 bis 70 Energieberater ausschwärmen und die Datenerhebungen vor Ort in bis zu 1.000 Nichtwohngebäuden durchführen.

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