Nichtwohngebäude-Studie 2017

Je mehr Eigentümer mitmachen, um so präziser kann aus der Stichprobe auf die Grundgesamtheit aller Nichtwohngebäude geschlossen werden.
(Quelle: AdobeStock)
Interviews werden per Telefon oder Online-Fragebogen geführt (Quelle: fotolia)
Die Gebäude-Informationen aus dem Screening geben Hinweise auf die Eigentümer. Diese werden dann per Telefon kontaktiert. (Quelle: IWU)

Die Erhebung der Nichtwohngebäude findet in 3 Phasen statt. In der ersten Phase, dem Screening, werden die erhebungsrelevanten Nichtwohngebäude identifiziert. Die Nichtwohngebäude-Studie in Phase zwei ist als Breitenerhebung angelegt: In bis zu 10.000 erhebungsrelevanten Nichtwohngebäuden werden Personen befragt, die Angaben zu dem jeweiligen Gebäude machen können. In einer dritten Phase, der Tiefenerhebung, werden energetische Analysen durchgeführt, wenn der Eigentümer seine Bereitschaft dazu erklärt.

Mit der Breitenerhebung wurde eines der führenden Marktforschungsinstitute Deutschlands, das IFAK Institut für Markt- und Sozialforschung, beauftragt. Auf deren Homepage stehen Informationen für Personen, die an der Befragung teilnehmen, zu den Inhalten und der wünschenswerten Vorbereitung zur Verfügung.

Ziele der Breitenerhebung:

Zum ersten Mal wird so der Bestand an Nichtwohngebäuden in Deutschland statistisch belastbar erfasst, mit Anzahl, Größe, Funktion, Baualter etc. und zusammen mit der energetischen Beschaffenheit der Gebäudehüllen und der gebäudetechnischen Anlagen im Ist-Zustand.

Ein weiteres, wichtiges Ziel der Breitenerhebung ist die "Messung" der Modernisierungsraten zum einen des Wärmeschutzes der Gebäudehülle und zum anderen der gebäudetechnischen Anlagen zur Wärme- und Kälteversorgung und zur Beleuchtung.

U.a. folgende Merkmale des Gebäudes werden erhoben:

(a)    Basismerkmale des Gebäudes

  • Nutzung und Funktion
  • Baualter
  • Flächen und Volumnia
  • Eigentümerstruktur
  • Nettokaltmiete und Bewirtschaftungsmerkmale

(b)    Fassade, Dach und Keller

  • Bauweise
  • energetische Beschaffenheit
  • Modernisierungsgeschehen der letzten Jahre

(c)    Gebäudetechnische Anlagen (Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung)

  • Art der Anlagen
  • energetische Effizienz
  • konditionierte Flächen (beheizt, belüftet, gekühlt)
  • Modernisierungsgeschehen der letzten Jahre

Zwei Herausforderungen stellen sich in der Breitenerhebung:

1. Kontaktqualifizierung

Zunächst sind Personen zu identifizieren und zu kontaktieren, die sowohl fachlich in der Lage als auch willens sind, sich an der Befragung zu beteiligen und die gewünschten Angaben zum Gebäude zu machen. Mit Blick auf die heterogenen Befragungsinhalte können das gegebenenfalls mehrere Personen sein, die unter Umständen zeitversetzt und über unterschiedliche Befragungskanäle zu befragen sind. Außerdem können die Personen sehr unterschiedliche berufliche Hintergründe haben, vom Pförtner ohne spezifische Berufsausbildung bis zum Geschäftsführer mit Hochschulabschluss.

2. Interview

Danach erst steht die eigentliche Datenerhebung an. Um ein Maximum an Flexibilität zu erreichen, werden den Befragten unterschiedliche Befragungskanäle (telefonisch und/oder online) angeboten. Ziel ist es, eine Responsequote (definiert als Quotient aus der Zahl der realisierten Vollinterviews und der hierfür verwendeten Nichtwohngebäudeadressen) von mindestens 20% sowie die Erhebung qualitativ hochwertiger Befragungsdaten (Gütekriterien Validität, Objektivität und Reliabilität) zu gewährleisten.

Darüber hinaus soll für die Teilnahme an der ca. 3-stündigen Tiefenerhebung geworben und – wenn die Bereitschaft dazu erklärt wird – ein Ansprechpartner dafür benannt werden. Diese energetische Grobanalyse wird durch fachlich geschulte Interviewer vor Ort im Gebäude durchgeführt.

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