Merkmale

Die amtlichen Hausumringe Deutschlands (HU-DE) besitzen neben der geometrischen Ausprägung und dem Attribut des amtlichen Gemeindeschlüssels (AGS) per se keine weiteren relevanten Eigenschaften.

Im Hinblick auf die zu schaffende Auswahlgrundlage werden Wahrscheinlichkeiten durch eine binär-logistische Regression (statistisches Analyseverfahren) ermittelt, die eine Entscheidung unterstützen, inwiefern ein Gebäude ein untersuchungsrelevantes Nichtwohngebäude ist. Um die Wahrscheinlichkeiten abzuleiten, werden möglichst aussagekräftige Merkmale (geometrisch, topologisch, statistisch und semantisch) zur Erkennung relevanter Nichtwohngebäude benötigt. Dafür werden die Hausumringe in einem ersten Arbeitsschritt mit dem Topographischen Geobasisdatensatz ATKIS Basis-DLM verschnitten, welcher Informationen zum Straßennetz und zur Flächennutzung bietet. Dabei werden die aus dem ATKIS Basis-DLM ausgelesenen „Tatsächlichen Nutzungen“ der Flächen jedem Gebäude zugeordnet. Anschließend erfolgt die Berechnung eines Merkmalsets durch morphologische Analyse jedes Einzelgebäudes (Fläche, Länge, Breite, Form etc.), seiner Gebäuderegion (Umfang, Zahl adjazenter Gebäude etc.), seines Baublocks, in dem es steht (Gebäudeanzahl, Überbauungsgrad, Flächennutzung nach ATKIS Basis-DLM etc.), seiner Umgebung (Gebäudeanzahl, mittlerer Gebäudeabstand etc.) und seiner Lage innerhalb des Siedlungskörpers einschließlich der Größe des Siedlungskörpers. Über Referenzobjekte des Nichtwohngebäudebestandes werden über Verfahren der Merkmalsselektion die bedeutungsvollsten Kennwerte für die Unterscheidung zwischen Wohn- und Nichtwohngebäuden ermittelt.


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