Stichprobentheoretisches Modell

In ENOB:dataNWG stützen sich die Stichprobenziehung sowie die sich anschließende Auswertung der erhobenen Gebäudedaten auf ein gemeinsames stichprobentheoretisches Modell, das in diesem Bericht dokumentiert sist:

Neben den Anforderungen an das stichprobentheoretische Modell werden das Stichprobendesign, das Schätzverfahren sowie die Bedeutung nicht-stichprobenbedingter Fehler ausführlich erläutert.


Geodatenanalyse

Im Teilbericht Gebäudemerkmale wird die Aufbereitung der Auswahlgrundlage für die Stichprobenziehung zur Erhebung des deutschen Nichtwohngebäudebestands beschrieben. Erstmalig wurden dazu Geobasisdaten in Form der amtlichen Hausumringe Deutschland(HU‐DE) und des 3-D Gebäudemodells Deutschland (LoD1) verwendet.

Diverse Defizite der Geodaten als Auswahlgrundlage für die Stichprobenziehung erforderte, dass die gezogenen Hausumringe vor Ort aufgesucht werden mussten. Dieses Screening machte aus erhebungspraktischen Gründen eine Begrenzung der Wegezeiten und -kosten für das Screeningpersonal notwendig. Eine wichtige Aufgabe in der Geodatenanalyse war deshalb die flächendeckende und überlappungsfreie Aufteilung des deutschen Staatsgebiets in Erhebungsbezirke. Der hierzu angewandte Algorithmus wird beschrieben im


Breitenerhebung (Nichtwohngebäude-Studie 2017)

In der Breitenerhebung wurden in über 5.000 erhebungsrelevanten Nichtwohngebäuden Personen befragt, die Angaben zu Strukturmerkmalen und der energetischen Beschaffenheit von Gebäude und technischen Anlagen machen können. Mit dieser Studie wurde eines der führenden Marktforschungsinstitute Deutschlands, das IFAK Institut für Markt- und Sozialforschung, beauftragt.

Der Fragebogen wurde mit dem Ziel entwickelt, die im Projekt formulierten Forschungsfragen zu beantworten. Insbesondere sollen Strukturen im Bestand der Nichtwohngebäude in Deutschland erkennbar sowie der Stand und die Dynamik der energetischen Beschaffenheit dieser Gebäude in Gestalt von Modernisierungsraten und Modernisierungsfortschritt von Bauteilen, Gebäuden und Anlagen quantifiziert werden. Ein weiteres Ziel ist es, mit den Antworten der Befragten in Szenarien  den Energiebedarf in vereinfachten Berechnungsverfahren abschätzen zu können.

Inzwischen ist die Pilotphase erfolgreich abgeschlossen, der Feldbericht liegt vor

Die wesentlichen Ziele hinsichtlich der Beteiligungsquote konnten erreicht werden, der umfangreiche Fragebogen wurde optimiert und funktioniert.

Auch die Hauptphase ist seit Ende September 2019 abgeschlossen, der Feldbericht liegt vor

Bis Ende Juni 2020 läuft eine Nachrecherche, die notwendig geworden ist, um Ausfallgründe eindeutig zuordnen zu können. Das ist für das Nonresponse-Modell wichtig.

Ergänzend dazu wird in der dritten Erhebungsstufe, der Tiefenerhebung, auch der gemessene Verbrauch von Gebäuden erhoben. Damit werden Kalibrierungsfunktionen ermittelt.


Tiefenerhebung

In der Tiefenerhebung wurden Daten zum Energieverbrauch, zur Nutzung sowie Parameter der Gebäudehülle und der technischen Anlage erhoben, um eine vereinfachte Berechnung des Energiebedarfs durchführen und diese am Verbrauch kalibrieren zu können. Der Eigentümer erhält als kleines Dankeschön für seine Zuarbeit einen automatisert erstellten Bericht zur Gebäudekurzanalyse mit energetischen Kennzahlen des Gebäudes und einem Benchmark-Vergleich.

Der Teilbericht zur Tiefenerhebung beschreibt detailliert Zielsetzung, Methodik und Organisation dieser dritten Phase der Erhebung.

Weitere Berichte zur Generierung eines Datensatzes für die Kalibrierung und Validierung von beliebigen Energiebilanztools für Nichtwohngebäude und die Entwicklung eines Regressionsmodells zur Schätzung des Verbrauchs auf Basis einer Bedarfsberechnung werden noch folgen.

 

 

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Stand nach Abschluß der Erhebungen:

(16.09.2020)

Gescreente
Hausumringe:
99.923

Gescreente
Bebauungssituationen:
89.796

Breitenerhebungs-
relevante Gebäude:
42.358

auswertbare
Interviews:
  5.630

auswertbare
Tiefenerhebungen:
      464